Caibidil a Trí Déag: Satz und Syntax (Abairt agus Comhréir)

Sonstiges

Gramadach na Gaeilge

Kurzsätze
  Kurzsätze mit Richtungsadverbien und le
  Kurzsätze mit einleit. Demonstrativpronomen
Optativsätze
  reale Optativsätze
  irreale Optativsätze

Kurzsätze

Kurzsätze mit Richtungsadverb und le

Richtungsadverb + le + Subjekt Anuas leat!   = Herunter mit dir!

Die Verwendung der Richtungsadverbien mit der Präposition le als Imperativ ähnelt sehr dem Deutschen: "Runter mit dir!", siehe Beispiel oben.
Es kann aber auch in lebhaftem Erzählstil als Aussagesatz verwendet werden (im Deutschen weniger häufig),
z.B.: Suas an crann leis agus … = Hoch mit ihm den Baum und …
        Síos an bóthar liom … = Geh ich da die Straße runter …

Als Richtungsadverbien gelten z.T. auch Adverbialpronomen
z.B.: agus as go brách leis = und hinweg (für immer) mit ihm (as = heraus)

Die Verwendung von Richtungsadverbien als Aufforderung (und somit quasi als Verb im Imperativ) führt zur gelegtl. Verwendung von Verbendungen, v.a. im Imperativ.
z.B.: Síosaigí libh! = Hinunter mit euch!
        Anuasadh leis! = Herunter damit!

Oft wird le auch verstärkend mit Verben der Bewegung verwandt:
z.B.: D’imigh sí léi. = Sie ging fort. (wörtl.: "Ging sie mit ihr")
        Imigh leat! = Hau ab!

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Kurzsätze mit einleitendem Demonstrativpronomen

Demonstrativpronomen + (le) + Subjekt + Richtungsbestimmung u.ä. Seo leis síos an tsráid. = Los mit ihm die Straße hinunter.

Diese Konstruktion ist ähnlich der vorhergehenden im Sinne von "los geht’s mit …", "ab mit …"
Sie verwendet ein einleitendes, eher adverbiell verwendetes Demonstrativpronomen (seo = hier, siúd = dort) als gedachten Ausgangspunkt der Bewegung.
Dies ist eine Form des Kopulasatzes mit einleit. Demonstrativpronomen. Allgemeines zu dieser Satzform siehe hier.

Zumeist ist das verwendete Demonstrativpronomen seo (im Präteritum b’eo), sofern der Kontext eine Erzählung in der 1. Person ist. Es kommt (zur Andeutung größerer Distanz) auch siúd (im Präteritum b’iúd) vor. Präteritumformen sind nicht notwendig, es kann auch seo, siúd bei sonst im Präteritum erfolgender Handlung stehen.
Bei Erzählungen in der 3. Person kommt indes nur siúd und nicht seo vor.
Das Demonstrativpronomen sin ist in dieser Konstruktion völlig unüblich.

Es folgt nicht unbedingt ein Richtungsadverb, sondern allgemein eine Richtungsbestimmung oder auch ein Zweck.
Es kann (wie in der vorherigen Konstruktion) die Präposition le auftreten, ein bloßes Personalpronomen reicht jedoch.
Auch diese Konstruktion ist als Aufforderung (mit le) oder als Aussagesatz verwendbar (mit le oder bloßem Pronomen).

z.B.: Seo liom síos mar a raibh na naomhóga. = Los mit mir runter dorthin, wo die Boote waren.
        B’eo leis an madra ina dhiaidh. = Ab mit dem Hund hinterher.
        agus b’eo linn go dtí an caladh = und ab mit uns zum Hafen
        Seo libh canaídh Amhrán na bhFiann. = Los mit euch, singt das Soldatenlied! (aus der ir. Nationalhymne)
        Seo abhaile iad. = Ab nach Hause mit ihnen.
        agus siúd leo ar thóir an fhuadaitheora = und ab mit ihnen auf die Jagd nach dem Kidnapper
        Siúd thar an droichead é. = Ab mit ihm über die Brücke.
        B’iúd iad ag imeacht ar cosa in airde. = Fort mit ihnen im Galopp.
        Phreab Séanna ina shuí agus siúd suas é. = Séanna sprang auf und ab hinauf mit ihm.

Bei aufeinander folgenden Handlungen steht erst siúd, dann seo

z.B.: Siúd amach an giorria agus seo sinne ina dhiaidh. = Heraus mit dem Hasen und ab mit uns hinterher.
 

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Der Optativsatz (an clásal guítheach)

Sätze im Konjunktiv treten (heute selten) als Nebensätze nach bestimmten Konjunktionen auf (siehe unter Konjunktiv und unter Konjunktionen)
Der Konjunktiv kann jedoch auch als eigener Hauptsatz (wenn auch mit derselben Konjunktion go, die als Optativpartikel fungiert) auftreten. Er beschreibt dann als Optativ Wünsche, Segen, Flüche, Hoffnungen etc.
Viele dieser treten als erstarrte Wendungen auf, die häufig in Alltagssituationen verwendet werden, oft mit religiösem Bezug. Eher selten werden sie spontan neu gebildet.

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Der reale Optativ (an guítheach réalta)

positiv: Go  + Koniunktiv-Präsens des Verbs + Subjekt + Objekt
negativ: Nár + Konjunktiv-Präsens des Verbs + Subjekt + Objekt

Die Optativpartikel go verlangt Eklipse, nár Lenition. (Die Partikel go ist identisch der Konjunktion go = "daß", nár ist eine Kombination der Konjunktion ná = nach = "daß nicht" mit der Perfekt-Partikel ro). Mit der Optativform des Verbs bí tritt auf (-r bereits in raibh enthalten).
Die Kopulaformen sind gura und nára.

z.B.: Go raibh maith agat! = Danke! (wörtl.: "Daß sei Gutes bei-dir")
        Go n-éirí an bóthair leat! = Viel Glück! ("Daß der Weg dir gelinge!", ganz wörtl.: "Daß steige der Weg mit-dir")
        Go dtaga do ríocht! = Dein Reich komme! (wörtl.: "Daß komme dein Reich")
        Go bhfóire Dia orainn! = Möge Gott uns helfen! (wörtl.: "Daß helfe Gott auf-uns")
        Go gcúití Dia leat é! = Vergelt es Gott dir!
        Gura slán an scéalaí! = Wohlergehen dem Erzähler!
        Nár laga Dia do lámh! = Möge Gott deine Hand nicht schwächen! (wörtl.: "Daß-nicht schwäche Gott deine Hand")
        Nár lige Dia! = Gott behüte! (wörtl.: "Daß-nicht erlaube Gott")

Objekte (und andere Satzteile) können in Optativsätzen vorgezogen werden:
z.B.: Trócaire is grásta go bhfaighe tú! = Barmherzigkeit und Gnade mögest du erhalten!
        Toil Dé go ndéantar! = Gottes Wille möge getan werden!
        Rath ná raibh ort go deo! = Mögest du niemals Glück haben!
        Ar dheis Dé go raibh a hanam. = Zur Rechten Gottes möge ihre Seele sein.

Oft sind Optativsätze elliptisch und go und Verbform entfällt.
z.B.: (Go mbeannaí) Dia duit! = Grüß Gott! (wörtl.: "(Daß segne) Gott zu-dir"), übliche Grußformel
        (Go raibh) Slán leat! = Auf Wiedersehen! (wörtl.: "(Daß sei) Gesundheit mit-dir")
        (Go raibh) Bail ó Dhia ort! = Viel Erfolg! (wörtl.: "(Daß sei) Gedeihen von Gott auf-dir")
Im Falle der entfallenden Konjunktivform von bí (go raibh) ist der entstehende Satz quasi ein Small Clause. Im negativen Fall tritt gan, das ná raibh ersetzt.
z.B.: Gan rath ná sonas ort! = Ná raibh rath ná sonas ort! = Mögest du kein Glück haben!

Manchchmal tritt ein Verbalnomen anstelle eines Konjunktivs, in ähnl. Weise wie oben elliptisch (oft bei mehreren VN mit gan = ohne), der Betroffene meist eingeleitet mit ar = auf.
z.B.: Luí gan éirí ort! = Liegen sollst du und nie wieder aufstehen! (wörtl.: "Liegen ohne Aufstehen auf-dir!")
        Cur gan choinneall air! = Möge er ohne Kerze beerdigt werden! (wörtl.: "Legen ohne Kerze auf-ihn!")

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Der irreale Optativ (an guítheach samhalta)

positiv: Dá  + Koniunktiv-Präteritum des Verbs + Subjekt + Objekt
negativ: Mura + Konjunktiv-Präteritum des Verbs + Subjekt + Objekt

und mura verlangen Eklipse (dá wörtl.: "wenn", mura = "wenn nicht")

z.B.: Dá bpósadh sé an cailín seo! = Hätte er dies Mädchen doch geheiratet! (wörtl.: "Wenn geheiratet-hätte er das Mädchen dies")
        Mura gceannaíodh sé an seanchapall! = Hätte er das alte Pferd doch nicht gekauft! (wörtl.: "Wenn-nicht gekauft-hätte er das alt-Pferd")

Als Antwort auf eine Aussage reicht eine Antwortellipse (nur dá + Verbform) aus, einen Wunsch auszudrücken.
z.B.: "Dá mbeadh!" arsa Sile. = "Wenn es nur so wär!", sagte Síle.

Als Ausdruck des Wunsches kann áil eingebunden werden: dá mb’áil liom / leis = hätte ich / er nur, gefolgt von einer Infinitivkonstruktion
z.B.: Dá mb’áil leis teacht. = Wäre er doch nur gekommen. (wörtl. "Wenn wäre Wunsch mit-ihm [gewesen] kommen")
In der 2. Person kann es auch wieder einen konkreten Wunsch in der Gegenwart höflich zum Ausdruck bringen (da Konditional-Sätze ja zeitstufenlos sind),
z.B.: Dá mb’áil leat é a dhéanamh! = Sei doch so nett und tue es, bitte. (wörtl. "Wenn wäre Wunsch mit-dir es zu tun" i.S. von "Wenn du es nur tun wolltest")

Alternativ kann statt eines Satzes mit dá/mura auch eine Konstruktion mit dem Verbalnomen und ach treten:
z.B.: Ach mé greim a fháil air! = Wenn ich ihn bloß zu fassen bekäme! (wörtl.: "Aber ich Griff zu halten auf-ihn")
 


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© Lars Braesicke 1999 / 2003

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